Lehrzeit
Ich brannte vor Engagement und Tatendrang, als ich mein Praktikum begann. Ich war froh, um die Begleiterinnen, die mich am Anfang etwas bremsten. Mein Lehrbetrieb war/ist immer noch eine eingespielte Institution mit einem konstanten Kernteam. Ich fühlte mich schnell sehr wohl und gut aufgehoben. Von Tag 1 bis zur Diplomübergabe hatte ich treue Begleiterinnen, die ihre Erfahrungen mit den Kindern und der Kita-Welt stolz mit mir teilten. Ich wollte fleissig sein, ich wollte alles geben, um so viel wie möglich an Selbsterkenntnis und pädagogischen Fähigkeiten in meinen Rucksack packen zu können. Dieses Feuer brachte mir neue Lebensfreude und ein Stück meiner Leichtigkeit zurück, die ich als Kind so sehr spürte. Ich sage gerne: «Die Arbeit mit den Kindern, erinnerte mich an mein inneres Kind, dass ich nicht verlieren will.» Ich erzielte im Lehrbetrieb und in der Berufsfachschule gute-sehr gute Leistungen, weil das Feuer meines Willens mich antrieb. In der Berufsfachschule schloss ich Freundschaften, in denen wir uns halfen, ermutigten und unterstützten.
In meiner Lehrzeit fühlte ich mich gefordert und das mag ich. Ich erkannte viel von mir Selbst und wuchs auch immer mehr in meine Unabhängigkeit hinein. Ich wurde 18, machte die Autoprüfung und gestaltete meine Zeit selbstständig mit Lernen, Arbeiten und Freizeit. Ich wollte auch meine Finanzen selbstständig managen und übernahm alle Kosten, die ich mit meinem Lehrlingslohn finanzieren konnte, selber.
Ich erkannte schon zu Beginn meiner Lehrzeit die Wichtigkeit der Elternarbeit. Mit viel wertvoller Erfahrung und einer jungen pädagogischen Haltung nahm ich 2019 stolz mein EFZ entgegen.
